• Menschen machen Frieden
 

Nachrichten

PaxPostPB 04/2017Die vierte Ausgabe 2017 der PaxPostPB ist erschienen. Das Mitteilungsblatt der Bistumsstelle wurde an alle Mitglieder verschickt und kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Veranstaltungen

Sa 21.04.2018,
09:00 - 17:00 UhrDiözesanversammlung 2018

08.10.2014

Zum Tod von Hartmut Linne

Unser Friedensarbeiter Hartmut Linne ist am 13. September 2014 im Alter von 62 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.


Unser Friedensarbeiter und Freund Hartmut Linne ist im Alter von 62 Jahren plötzlich und unerwartet am 13. September 2014 verstorben. Hartmut hat seit einem Jahr für pax christi gearbeitet. Seine Wegbegleiter und Freunde aus der Paderborner Initiative gegen den Krieg haben einen persönlichen Nachruf verfasst:

"Unser Freund Hartmut Linne war Menschenfreund und Pazifist. Er hat immer wieder seine Stimme erhoben und gegen Krieg und militärische Aktionen protestiert. Im Antikriegscamp vor dem Rathaus hat er beim Zweiten Golfkrieg 1991 zusammen mit vielen anderen Paderbornerinnen und Paderbornern Friedenspläne diskutiert, entwickelt und eingefordert. Seine Beharrlichkeit und sein fester Plan, eine Welt ohne Militär zu schaffen, führte in Paderborn zur Gründung der Initiative gegen den Krieg, die seit Anfang 2000 durch zahlreiche Diskussions-, Informations- und Kulturveranstaltungen immer wieder Alternativen zur Politik der so genannten militärischen Stärke in die Öffentlichkeit bringt. Hartmut hat uns immer wieder mitgerissen und motiviert, nicht müde zu werden und weiter gegen den Krieg zu protestieren.

Hartmut hat dafür gesorgt, dass andere Wege der Konfliktlösung von vielen Menschen beachtet und ernstgenommen wurden. Er war Motor und Inspirator, seine konsequent pazifistische Haltung war bewundernswert. Es lag ihm sehr viel daran, die Verbindungslinien, Abhängigkeiten, Ursächlichkeiten und Verstrickungen zwischen den Ausbrüchen von Kriegen und den Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in den Fokus zu stellen. Er machte deutlich, dass Kriege unzählige Menschen töten, Kinder, Frauen und Männer an Leib und Seele verletzen, Menschen zwingen, ihre Heimat zu verlassen, dass Kriege die Natur zerstören, aber auch, dass Kriege der Ressourcensicherung der Reichen dienen. Daran wollte er sich nicht beteiligen, dagegen hat er sich mit all seiner Kraft gewandt!

Ihn hat sehr bewegt, dass für den Krieg unmittelbar vor unserer Haustüre, in der Senne geübt wurde. Er hat den Aktionskreis Freie Senne mitinitiiert, ein breites Aktionsbündnis aus Anwohnern, Naturschützern und Friedensbewegten, das sich für eine Senne ohne Militär einsetzt. Hartmut hat die Verbindungen zwischen Kampfdörfern in der Senne und Häuserkampf im Irakkrieg klar benannt, die Diskussion über Schadstoffe, die durch militärisches Üben die Natur zerstören und den Menschen belasten, vorangetrieben und die Chancen durch Konversion aufgezeigt. Auch für den Aktionskreis war er eine prägende Persönlichkeit.

Hartmut war ein Mensch mit Grundsätzen. Dafür haben wir ihn geschätzt. Er konnte sehr gut zuhören, war belesen und immer bestens informiert über das, was in der Welt geschieht. Sein reicher Informationsschatz wird uns fehlen. Uns wird auch sein Lächeln fehlen, dass sein Gesicht überzog und bis in die Augen strahlte. Er hat trotz der vielen ernsten Themen, die anzusprechen und zu behandeln waren, nie seine Warmherzigkeit verloren.

Dafür haben wir ihn sehr gerne gehabt. Hartmut sagte oft, wenn er sich gegen politische Entscheidungen aussprechen wollte: "Das geht so gar nicht!" Wir von der Initiative gegen den Krieg und vom Aktionskreis Freie Senne werden den Satz in Erinnerung behalten und in Hartmuts Sinne weiter für eine Welt ohne Gewalt eintreten, denn eine Welt ohne Frieden, das geht so gar nicht."

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