• Menschen machen Frieden
 

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PaxPostPB 03/2018Die dritte Ausgabe 2018 der PaxPostPB ist erschienen. Das Mitteilungsblatt der Bistumsstelle wurde an alle Mitglieder verschickt und kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Veranstaltungen

Sa 17.11.2018,
09:30 - 17:00 UhrFrieden - geht doch!

31.08.2014

Friedensfest auf dem Kesselbrink

Beim Bielefelder Friedensfest am 30.08.2014 hat Arno Klönne das nachfolgende Grußwort für eine Poltik ohne Gewalt gesprochen.


Grußwort von Arno Klönne zum Bielefelder Friedensfest:

Ein Friedensfest beginnt hier. (…) Dieser Nachmittag ist keine festliche Veranstaltung, um eine friedliche Gegenwart zu feiern.

Wo denn wäre diese zu finden. Nicht nur im Irak, nicht nur in der Ukraine tobt sich Gewalt aus. Und es sind nicht nur Terroristen und Separatisten, die das kriegerische Geschehen auslösen und friedliche Konfliktlösungen verhindern. Vieles an der Berichterstattung darüber in den Medien ist nichts anderes als verschleiernde Propaganda, selbst wieder kriegstreiberisch. Hinweggetäuscht wird so über die systemischen Gründe und Hintergründe des permanenten Abschlachtens von Menschen, der Zerstörung ganzer Regionen.

Die prominenten Politiker haben in diesem Jahr gern darüber geredet, dass einhundert Jahre nach der so genannten Urkatastrophe zumindest die westlichen Staaten Lehren gezogen hätten aus den bitteren Erfahrungen der Weltkriege. Die Realität sieht anders aus. Die Waffengänge sind nur verlagert in andere Zonen der Welt, das Elend wird nun angerichtet in Ländern, wo die Mehrheit der Bevölkerung ohnehin schlecht dran ist, Stellvertreterkriege werden geführt, Warlords herangezüchtet.

Noch immer gilt bei den mächtigen Staaten der Welt das Militär als selbstverständliches Instrument zur Durchsetzung geopolitischer Interessen und Konkurrenzen. Noch immer agieren die politischen Eliten im engen Bündnis mit den wirtschaftlichen Profiteuren der Kriegsvorbereitung und des kriegerischen Einsatzes. Die Rüstungsbranche zieht ihren Gewinn aus dem Tod von Massen von Menschen. Und noch immer oder schon wieder wird in der medialen Meinungsmache die Botschaft unters Volk gebracht, kriegerische Politik sei ganz normal und Pazifisten - diejenigen also, die dem Glauben an Gewalt entgegentreten - seien nichts weiter als Träumer, oder lästige Wehrkraftzersetzer.

Ich finde: Antimilitarismus ist die Voraussetzung dafür, dass die Weltgeschichte friedlichen Verhältnissen näher kommt: Protest und alltäglicher Widerstand also gegen alle Antreiber zur Aufrüstung, zur ideologischen und materiellen.

Suchen wir doch die Schuldigen nicht irgendwo in der Ferne - beginnen wir mit dem Engagement für eine Politik ohne Gewalt dort, wo wir leben - in unserer eigenen Gesellschaft. Da ist viel zu tun. Frieden fällt nicht vom Himmel. Und wer sich auf die Profipolitik verlässt, ist schon verlassen. Der Kriegsmaschinerie Sand ins Getriebe zu streuen - damit fängt Friedenspolitik an. Und das ist unsere Sache.

 

Bild: Themenzelt Kirchen und Frieden, ausgerichtet vom Versöhnungsbund und pax christi

 

Bild: Esther Bejarano und die Microphone Mafia E. Bejarano ist Jahrgang 1924 (!) und Auschwitz-Überlebende. Sie sang und rezitierte, hoch engagiert und fast taufrisch!

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