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Mehr fürs Militär - nicht mit uns!Streiten für Gerechtigkeit, Frieden und Abrüstung Mit der pax christi Kampagne "Mehr fürs Militär – Nicht mit uns!“ beim DGB-Friedensfestival wollen pax christi und weitere Dortmunder Gruppen und Parteien gegen die Aufrüstungspolitik der Bundesregierung informieren und mobilisieren

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08.07.2014

FriedensKlänge gegen Militärmusik

Im Mai 2014 fand in Paderborn die Woche der Militärmusik statt, ein breites Bündnis setzte dem die Woche der Friedenklänge entgegen.


Vor 100 Jahren: Beginn des 1. Weltkrieges. Vor 75 Jahren: Beginn des 2. Weltkrieges. Jeder Krieg hatte mit flatternden Fahnen, schnittigen Uniformen und schmissiger Marschmusik begonnen. Und im Mai 2014 eine Woche der Militärmusik in Paderborn, unter anderem mit einem Aufmarsch der Musikkorps von Heer, Luftwaffe und Marine vor dem Rathaus und einem Militärkonzert im Hohen Dom.

"Soll in Paderborn mit Militärmusik auf weitere Kriege eingestimmt werden?" fragte sich ein Bündnis unterschiedlicher Paderborner Gruppen, das sich zu den FriedensKlängen zusammengefunden hatte - mit dabei auch pax christi.

Als Gegenveranstaltung zur Militärmusik geplant, entwickelte die Veranstaltungsreihe Friedensklänge in Paderborn eine eigene Qualität: An jedem Tag der Woche gab es vor dem Franziskanerkloster in der Innenstadt eine offene Bühne mit Friedensliedern, Chorgesang, Poetry Slam und Jazzmusik - unvergessen der Auftritt der Gruppe Lebenslaute mit klassischer Musik.

An den Abenden in der Kulturwerkstatt sprachen der Soziologe Professor Arno Klönne über die historische Bedeutung von Soldatenliedern und der Publizist Michael von Glaßer über die Rolle der Militärmusik bei der Bundeswehrwerbung; eine Friedensrevue mit lokalen Musikern, die Lieder von Kurt Tucholsky bis Konstantin Wecker vortrugen, fand großen Zuspruch und ein Konzert mit Punkrock schloss den Bogen.

Bei jeder dieser Veranstaltungen vermittelte die Aktionsgruppe Friedensklänge gemeinsam mit den Paderborner Künstlern: "Es ist notwendig und möglich Konflikte kreativ und gewaltfrei zu lösen". Ein klarer Gegenpol zum Ziel der Militärmusik, für militärisches Handeln eine breite gesellschaftliche Basis zu schaffen. Ein Gegenpol, der so auch in der Paderborner Öffentlichkeit und in den Medien wahrgenommen und genannt wurde.

Die Veranstaltungen der Friedensklänge setzten Musik für den Frieden ein. So wie es die Musikwissenschaftlerin Dr. Mirijam Streibl, die die Veranstaltungswoche mit dem Vortrag "Die Macht der Musik" an der Universität eröffnete, formulierte: "Am Ende gilt es, eine Entscheidung zu treffen. Setze ich die Macht der Musik ein um Frieden zu stiften oder Gewalt auszuüben?" Dr. Mirijam Streibl hat in den friedens räumen, einem Friedensmuseum am Bodensee, einen Hörraum konzipiert, in dem Krieg und Frieden über das Ohr erfahrbar wird.

Das Foto zeigt die Macht der Musik, Auftaktveranstaltung der Aktionswoche Friedensklänge: Musikwissenschaftlerin Dr. Mirijam Streibl aus Münster mit Dr. Peter Witte

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