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Menschen auf der Flucht - eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Domweihjubiläums 2018 Pax Christi beteiligt sich durch die Ausstellung "Menschen auf der Flucht" mit Bildern von Pater Laurentius Ulrich Englisch am Domweihjubiläum 2018 in Paderborn.

Veranstaltungen

Mo 28.05. - Sa 02.06.2018Menschen auf der Flucht

31.05.2013: Arbeitskreis Freie Senne

Diskussion mit Politikern über die Zukunft der Senne

Am 29. Mai referierte Prof. Arno Klönne in Bad Lippspringe über die Entwicklung der deutschen Militärpolitik. In der anschließenden Diskussion wurden die Folgen für den Truppenübungsplatz Senne thematisiert.

Was wird aus dem Terrain des Truppenübungsplatzes Senne nach dem Abzug der britischen Streitkräfte? Welchen Zwecken würde eine weitere militärische Nutzung des Geländes dienen, was wären die Folgen für die Region? Diesen Fragen galt eine gut besuchte Veranstaltung des Aktionskreises Freie Senne in Bad Lippspringe, die Moderation übernahm Dr. Peter Witte (Pax Christi, Paderborn).

Der Referent Prof. Dr. Arno Klönne informierte über die Entwicklung der deutschen Militärpolitik, den Wandel vom Ziel der Landesverteidigung hin zu weltweiten Bundeswehreinsätzen. Damit verbinde sich die Hinwendung zu hochtechnologischen Waffen, bei geringer Personalstärke. Diese Umrüstung und nicht etwa Abrüstung sei auch der Kern der Bundeswehrreform, für die Rüstungsunternehmen handele es sich hier um eine lukrative Modernisierung. Auf der gegnerischen Seite würden damit Gewaltformen weiter angeregt, die üblicherweise als terroristisch bezeichnet werden. Eine weitere, großflächige militärische Nutzung der Senne, so der Referent, würde den neuen Waffensystemen dienen, nicht mehr Truppenstärke sondern Militärhightech sei dann bestimmend.

In der regen Diskussion, an der sich Kommunalpolitiker, so unter anderem Bernd Schäfer (Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag) und die Bundestagsabgeordnete Inge Höger (Herford) beteiligten, wurden die wirtschaftlichen Folgen einer solchen Entwicklung herausgestellt. Überwiegend wurde die Einschätzung vertreten, eine zukünftige militärische Nutzung der Senne sei für die Wirtschaftsentwicklung und den Arbeitsmarkt in der Region kontraproduktiv.

Gefordert wurde, dass den zivilen Beschäftigten auf dem Truppenübungsplatz, die ihre Arbeitsstelle verlieren, bessere Förderung für eine berufliche Neuorientierung zukommen müsse. Unsinnigerweise hätten einige regionale Politikvertreter die Illusion genährt, das britische Militär sei in der Senne zu halten. Zukunftsaussichten habe die Senne, wenn hinter deren Militärgeschichte endlich ein Schlusspunkt gesetzt werde.

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